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Gewalt in der Partnerschaft

Gewalt in der Beziehung kann verschiedene Formen annehmen, zielt aber meist auf das Ausüben von Macht und Kontrolle. Dazu gehören körperliche Handlungen wie Festhalten, Schubsen oder Schlagen. Aber auch psychische Gewaltausübungen wie beispielsweise gezieltes und anhaltendes Demütigen, Einschüchtern und Ignorieren. Immer bekannter wird auch der Begriff des sogenannten Gaslighting, mit dem eine Gewaltform gemeint wird, die durch eine gezielte Verunsicherung und emotionale Manipulation gekennzeichnet ist. (…)

Viele Menschen, die Beziehungs­gewalt erleben, suchen nach einer Ursache für die Gewalt und geben sich selbst die Schuld. Denn meist ist die gewalt­ausübende Person jemand, dem man eigentlich vertraut. Dahinter steckt oft der Wunsch, selbst etwas anders machen und die Gewalt eventuell verhindern zu können. Dabei gilt: Verantwortung für die Gewalt in der Beziehung tragen allein die Gewaltausübenden.

Weiterlesen: https://hellobetter.de/blog/gewalt-in-der-beziehung/

Oft handelt es sich um einen Täter, den man sich wie zwei voneinander unabhängige Personen vorstellen kann.
Der eine Anteil erscheint stark hilfbedürftig und weist stark ausgeprägte Verlustangst auf, während der andere Anteil meist vollkommen unabhängig davon zerstörerische Aggressionen ausführt.

Die Täter verwechseln meist inneres Erleben und tatsächliche Sachverhalte, sodass es meist zu Erinnerungsverzerrungen kommt. Hierbei sind Teile der Erinnerung korrekt, andere Anteile entspringen dann der eigenen Bewertung und werden vom Täter als tatsächliche Erinnerungen wahrgenommen, die dann in dessen Erlebniswelt Gewalt rechtfertigen können. (…)

Viele der Täter weisen solch starke Persönlichkeitsabspaltungen auf, dass sie sich im „Normalzustand“ kaum an ihre Gewalttaten erinnern können, teilweise sogar ihr Verhalten bereuen und um Vergebung bitten. Häufig kann es auch dazu kommen, dass das Opfer beschuldigt (Opferbeschuldigung) wird, wobei der gewalttätige Partner meist sich selbst als Opfer sieht.

Wichtig ist immer zu berücksichtigen, dass bei jeglicher Form von Gewalt immer der Täter als schuldig anzusehen ist, nicht das Opfer. Da Gewalt als Bewältigungsversuch ein nicht zu akzeptierendes Mittel ist.

Viele Täter weisen in der Vergangenheit eigene massive Gewalt- bzw. Beziehungstraumata auf, wodurch den Opfern immer wieder die Hilfsbedürftigkeit des Täters deutlich wird.

Dadurch geraten die Betroffenen in eine sogenannte Empathiefalle, bei der sie sich in der eigenen Opfersituation wünschen, dem Täter helfen zu können.

Die Täter weisen oft auch kindliche Anteile auf, die bei den betroffenen Frauen Mutterinstinkte auslösen. Die hohe Verantwortlichkeit und die Angst vor einem möglichen Suizid des Täters treiben die Betroffenen dann in die Empathiefalle.

Meist gelingt es den Betroffenen daher kaum aus einer solchen Beziehung auszubrechen, bis sich Freunde und Angehörige schließlich abwenden, im Unverständnis, dass das Opfer nicht in der Lage ist, sich aus der Gewaltspirale zu befreien.

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Opfer häuslicher Gewalt sind – innerlich wie äußerlich – oft mit der gleichen Fragestellung konfrontiert: Warum tust Du Dir das an? Warum verlässt Du ihn nicht? Warum hälst Du das aus? Für Außenstehende ist es schwer zu verstehen, warum die Betroffene sich nicht von ihrem Misshandler trennt. Schlimmer noch: Angehörigen und Freund*innen von Gewaltopfern fällt es im Zeitverlauf immer schwerer auszuhalten, dass die Betroffene den Täter nicht „einfach“ verlässt. Dies führt leider auch dazu, dass Freundschaften und Familienband brechen. (…)

Psychische Misshandlung hinterlässt keine sichtbaren Spuren. Sie ist oft nicht klar erkennbar. Dies liegt sowohl an den verwendeten Mitteln, als auch an den Folgen. (…)

Ein wesentliches typisches Strukturmerkmal psychischer Misshandlung ist das sog. Jekyll-und-Hyde Syndrom. Der Misshandler hat zwei Gesichter: das eine ist der liebenswürdige Partner (oft nahezu ein Traumprinz), das andere der abwertende, destruktive Misshandler. Diese Janusköpfigkeit ist schwierig zu begreifen, oft nahezu unfassbar. Jekyll ist der Traumprinz, Hyde der Misshandler. Zwei völlig konträre Personen in einem Mann. Es ist für die Betroffene oft nicht „unter einen Hut zu bringen“, dass sie augenscheinlich mit zwei Persönlichkeiten zu tun hat. Hydes Verhalten ist nicht mit dem zu vereinbaren, was sie von und mit Jekyll erlebt hat. Insofern begreift die Betroffene lange nicht, dass ihr „Partner“ sie misshandelt, Jekyll würde so etwas nie tun.

Weiterlesen: https://www.re-empowerment.de/gewalt/ausstieg/hindernisse-warum-ich-blieb/

Betroffene Frauen suchen oft verzweifelt nach einem „Wendepunkt“, ab dem ihre Beziehung „gekippt“ ist. Von ihren „Partnern“ erhalten sie dabei oft und bereitwillig Unterstützung. Nicht nur lenkt es von deren eigener Agenda ab, vor allem ist es eine prima Gelegenheit, ganz eindeutig festzulegen, wer für die Schwierigkeiten in der „Partnerschaft“ verantwortlich ist. Und dafür, dass Meinungsverschiedenheiten zunehmend eskalieren. Nämlich sie. (…)

Beziehungen „entwickeln“ sich nicht zu Gewaltbeziehungen, sie mutieren auch nicht dazu, sondern sie sind es vom ersten Tag an.

Denn Gewalt ist nicht hausgemacht, sondern mitgebracht. Dein „Partner“ war bereits Gewalttäter, noch bevor er Dich traf und Dein Täter wurde (…).

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Susanne Lohrey: 6 Spätfolgen nach emotionalem Missbrauch

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Bauchgefühl beeinflusst Angst

Der Bauch redet mit: Unser Bauchgefühl beeinflusst nicht nur unsere Gefühle, sondern auch ganz konkret unser Gehirn und Verhalten. Das belegt ein Experiment mit Ratten. Wurde ihre Signalleitung zwischen Bauch und Gehirn getrennt, verloren sie ihre angeborenen Ängste. Gleichzeitig schafften sie es nicht mehr, erlernte Ängste wieder loszuwerden. Das Bauchgefühl ist demnach entscheidend wichtig auch für das Umlernen, so die Forscher im Fachmagazin „Journal of Neuroscience“. Diese Erkenntnis könnte auch Menschen mit posttraumatischem Stress helfen.

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